Abo
  • Services:

Datenschutz an der Grenze: Wer alles löscht, macht sich verdächtig

Reisen mit Laptop und Smartphone kann jede Menge Ärger bringen. Die meisten Tipps der EFF lassen sich aber generell im Umgang mit persönlichen Daten beherzigen.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Grenzbeamte interessieren sich manchmal für die Inhalte der elektronischen Geräte.
Grenzbeamte interessieren sich manchmal für die Inhalte der elektronischen Geräte. (Bild: eff.org)

Das Reisen mit digitalen Geräten hat bisweilen seine Tücken. Zwar konnte ein Laptop-Verbot in Flugzeugkabinen im vergangenen Jahr verhindert werden, doch gerade bei Grenzkontrollen besteht die Möglichkeit, dass Behörden einen Blick in das Smartphone oder den Rechner werfen wollen. Wie Reisende am besten ihre Daten vor dem ungewollten Zugriff der Grenzer schützen, erläuterten Kurt Opsahl und William Budington von der Electronic Frontier Foundation (EFF) auf dem jüngsten Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) in Leipzig. Ratschläge, die Nutzer generell für den sicheren Umgang mit ihren Daten beherzigen könnten und von der EFF speziell für die Einreise in die USA bereits veröffentlicht wurden.

Inhalt:
  1. Datenschutz an der Grenze: Wer alles löscht, macht sich verdächtig
  2. Geräte vollständig herunterfahren
  3. Neue Regelungen ändern wenig
  4. Herausgegebene Passwörter wieder ändern

Spektakuläre Fälle wie die stundenlange Überprüfung von David Miranda, der nach einem Treffen mit der US-Filmemacherin Laura Poitras im Zusammenhang mit den Snowden-Enthüllungen am Londoner Flughafen festgehalten worden war, sind dabei eher die Ausnahme. "Maximale Vorsicht" empfehlen Opsahl und Budington bei Einreisen in autoritäre Staaten wie Russland, China, die Türkei oder die Staaten des Nahen Ostens. Schon die Nutzung der Verschlüsselungs-App Bylock galt in der Türkei als eine Art Putschversuch. Doch auch die EU-Staaten sowie die USA und Kanada erlauben innerhalb der bestehenden Gesetze die Durchsuchung von Geräten an ihren Grenzen.

Nicht benötigte Geräte zu Hause lassen

Die wohl banalste und gleichzeitig wichtigste Empfehlung der beiden Netzaktivisten lautet: "Bring nichts mit! Wenn sie es nicht haben, können sie es an der Grenze nicht wegnehmen." Daher solle man überlegen, seine Geräte zu Hause zu lassen, wenn sie nicht unbedingt unterwegs benötigt würden, sagte Budington. Falls dies nicht möglich sei, könne der normale Rechner durch ein Gerät ersetzt werden, das nur vorübergehend für die Reise genutzt werde. Anstelle des eigenen Smartphones könne ein sogenanntes Burner Phone mitgenommen werden.

Doch eine solche Option besteht nicht immer. Schließlich sind auf den persönlichen Geräten meist die Anwendungsprogramme und Daten vorhanden, die auch auf einer Geschäftsreise benötigt werden. Grundsätzlich sollten Reisende laut Opsahl jedoch nur diejenigen Daten auf den Geräten lassen, die wirklich benötigt würden. Ebenfalls könnten die benötigten Daten vor der Reise auf einen Server hochgeladen werden, um sie nach dem Grenzübertritt wieder herunterzuladen.

Forensischer Zugriff auch an der Grenze möglich

Stellenmarkt
  1. FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, Frankfurt am Main
  2. Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Berlin

Aber auch solche Vorgehensweisen haben ihre Tücken, wie Budington erläuterte. Denn Ermittlungsbehörden verfügten über eine Reihe von Möglichkeiten, auf vermeintlich gelöschte Daten oder gesicherte Geräte zuzugreifen. Budington verwies auf die Software des israelischen Sicherheitsunternehmens Cellebrite, das nach eigenen Angaben auch iPhones entsperren kann.

Mit Hilfe der JTAG-Schnittstelle könne die Software auch Images von Android-Geräten erstellen und Daten extrahieren. Das sogenannte Universal Forensic Extraction Device (UFED) des Unternehmens werde nicht nur von Ermittlungsbehörden, sondern auch von Grenzbeamten eingesetzt, sagte Budington unter Berufung auf Firmenangaben.

Geräte vollständig herunterfahren 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 4 Blu-rays für 20€, 2 TV-Serien für 20€)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Louis Winthorpe 16. Jan 2018

Firma wechseln! Wer mit denen Geschäfte macht, ist selber Schuld - splendid isolation...

Louis Winthorpe 16. Jan 2018

... leider gewöhnt sich Mensch an alles. Nachdem wir uns in Socialmedia, eBay, Amazon...

Emulex 11. Jan 2018

Gib Merkel noch 4 Jahre ;)

quineloe 11. Jan 2018

Da hast du doch grad auch zu beigetragen...

drdoolittle 11. Jan 2018

Warum werden nur Russland, China etc. gelistet? Bei den USA gilt m.E. dasselbe, auch wenn...


Folgen Sie uns
       


Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 1)

Michael zeigt alle Jahreszeiten und Spielmodi in Forza Horizon 4.

Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 1) Video aufrufen
Norsepower: Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff
Norsepower
Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff

Der erste Test war erfolgreich: Das finnische Unternehmen Norsepower hat zwei weitere Schiffe mit Rotorsails ausgestattet. Der erste Neubau mit dem Windhilfsantrieb ist in Planung. Neue Regeln der Seeschifffahrtsorganisation könnten bewirken, dass künftig mehr Schiffe saubere Antriebe bekommen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Car2X Volkswagen will Ampeln zuhören
  2. Innotrans Die Schiene wird velosicher
  3. Logistiktram Frankfurt liefert Pakete mit Straßenbahn aus

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

    •  /