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Planetologie: Forscher finden große Eisvorkommen auf dem Mars

Wasser gilt aus verschiedenen Gründen als wichtiger Rohstoff für bemannte Missionen zu anderen Himmelskörpern. Forscher haben auf dem Mars massive Vorkommen von gefrorenem Wasser gefunden. Das könnte unter anderem Erkenntnisse über die Entwicklung des Klimas auf dem Nachbarplaneten bieten.

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Mars: Das Eis wurde über eine lange Zeit hinweg abgelagert.
Mars: Das Eis wurde über eine lange Zeit hinweg abgelagert. (Bild: Nasa/Screenshot: Golem.de)

Unter dem Sand ist Eis: Forscher des US Geological Survey haben auf dem Mars große Vorkommen gefrorenen Wassers entdeckt. Das Eis ist zum Teil über 100 Meter dick und liegt nur knapp unter der Oberfläche.

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Das Team um den Geologen Colin Dundas hat Bilder analysiert, die der Satellit Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) aufgenommen hat. Darauf fanden die Wissenschaftler in den mittleren Breiten des Mars Formationen, die sich in der Farbe deutlich vom Rot der Umgebung abheben. Dundas und seine Kollegen beschreiben ihre Beobachtungen in der Fachzeitschrift Science.

Das Eis ist über 100 Meter dick

Es sind bläuliche Hänge, die mutmaßlich aus Eis bestehen. Die Hänge haben ein starkes Gefälle. Am Fuß der Abbrüche hat sich Geröll angesammelt, sodass die Höhe nicht genau zu bestimmen ist. Die Forscher gehen davon aus, dass sie über 100 Meter, wahrscheinlich sogar 130 Meter dick sind. Das Eis ist zum Teil nur von einer dünnen Staubschicht bedeckt.

Die Kanten weisen eine Schichtung auf, woraus die Wissenschaftler schließen, dass das Eis über eine lange Zeit hinweg abgelagert wurde, als Schnee, der mit der Zeit zu Eis komprimiert wurde. Da die Eisformationen keine Einschlagkrater aufweisen, schließen die Forscher, dass die Ablagerungen vergleichsweise jung sind.

Das Eis ist eine Art Archiv des Marsklimas

Die Eisschichten sind in verschiedener Hinsicht interessant: Zum einen lassen sich daraus Rückschlüsse auf die Entwicklung des Klimas auf dem Planeten ziehen. Zum anderen könnten bemannte Marsmissionen das Wasser nutzen - als Trinkwasser oder um daraus Raketentreibstoff zu gewinnen.

Das Eis ist weiterhin Veränderungen ausgesetzt: Als die Forscher die Bilder verglichen, die MRO im Laufe von drei Jahren aufgenommen hatte, stellten sie fest, dass aus den Eisschichten große Felsen herausgebrochen waren. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Eis verdampft und dadurch das darin eingeschlossenes Material freigelegt wird.

MRO kreist seit 2006 um den Mars. Die Sonde, die mit der hochauflösenden Fotokamera High Resolution Imaging Science Experiments (Hirise) ausgestattet ist, hatte schon früher Hinweise auf gefrorenes Wasser auf dem Mars entdeckt. Zudem fand sie die vermissten europäischen Lander Beagle-2 und Schiaparelli.



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